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24.09.2018, 08:25 Uhr Übersicht | Drucken
Umsetzung des DigitalPaktes Schule startet 2019
Ralph Brinkhaus befragt Schulträger zum Bedarf vor Ort im Kreis Gütersloh

Der DigitalPakt Schule, in dessen Rahmen der Bund über 5 Jahre 5 Milliarden Euro für die Förderung der digitalen Lerninfrastruktur an den Schulen zur Verfügung stellen wird, steht kurz vor der Umsetzung

v. l. Bildungsdezernent Jochen Martensmeier, Bürgermeister Henning Schulz, Ralph Brinkhaus MdB, Raphael Tigges MdL
 

Der DigitalPakt ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern. Bis Ende dieses Jahres soll eine Bund-Länder-Vereinbarung für den DigitalPakt daher ebenso stehen wie die grundgesetzlichen Voraussetzungen geschaffen sein. Denn nach der bisherigen Rechtslage hätte der Bund nur finanzschwachen Kommunen Finanzhilfen für die Bildungsinfrastruktur gewähren können – das soll jetzt geändert werden. Damit werde, freut sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus, der DigitalPakt auch den Kommunen im Kreis Gütersloh zugutekommen können.

Er hat die Sommerpause deswegen unter anderem dafür genutzt, sich mit Bürgermeistern im Kreis Gütersloh darüber auszutauschen, wie die Schulen in einzelnen Kommunen im Bereich der digitalen Bildung aufgestellt sind und welche Herausforderung im Rahmen des DigitalPaktes angegangen werden sollen. Denn, so erläutert Brinkhaus: „Das Gute am DigitalPakt-Konzept ist, dass die individuellen Startbedingungen berücksichtigt werden. Es wird also nicht an jeder Schule das gleiche gefördert, sondern die örtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen werden berücksichtigt.“ Was die Schule brauche sei ein Medienentwicklungsplan und eine genaue Vorstellung davon, wie sie sich mit und durch den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht in den nächsten Jahren entwickeln wolle. Denn der DigitalPakt Schule folge dem Grundsatz „Keine Ausstattung ohne Konzept“.

Ziel der DigitalPaktes ist es, dass Schülerinnen und Schüler dafür qualifiziert werden digitale Medien souverän und selbstbestimmt zu nutzen. Das Geld des Bundes ist für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik, den Ausbau des Netzwerks sowie der IT-Infrastruktur auf dem Schulgelände und den Aufbau digitaler Lerninfrastrukturen bestimmt.
Aufgabe der Länder wird die entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, die Anpassung der Bildungspläne, die Beschaffung von Lernprogrammen und weiterer Software sowie die Sicherstellung von Betrieb und Wartung der Infrastrukturen sein.

Neben dem DigitalPakt Schule läuft natürlich auch das „Bundesförderprogramm Breitband“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur weiter, mit dem die möglichst breitbandige Anbindung der Schule an das Internet gefördert wird. Langfristiges Ziel ist die Versorgung aller Schulen mit Glasfaser. Die Förderbedingungen wurden kürzlich noch einmal geändert, um den Kreis der förderfähigen Schulen auszuweiten.

Der Versmolder Bürgermeister Michael Meyer Hermann – die Stadt Versmold ist Schulträger der örtlichen Grundschulen – unterstützt dieses Vorgehen nachhaltig: Eine Glasfaseranbindung ist eine zentrale Voraussetzung für die Schulen. Ein entsprechender Antrag für das „Bundesförderprogramm Breitband“ wird derzeit erarbeitet.

Zudem sieht er die Versmolder Schulen sehr gut aufgestellt für den DigitalPakt, den man natürlich nutzen werde. Die Medienentwicklungskonzepte würden bereits erstellt und auch mit der Ausrüstung der Klassenräume mit der entsprechenden Technik habe man in den Sommerferien begonnen. Darauf könne nun weiter aufgebaut werden, und dies ist bereits für die nächsten Jahre vorgesehen.

In Gütersloh berieten sich Ralph Brinkhaus und sein Landtagskollege Raphael Tigges jetzt mit Bürgermeister Henning Schulz und Bildungsdezernent Joachim Martensmeier – auch um die praktischen Erfahrungen vor Ort, die Einschätzungen und Erwartungen an die entsprechenden Stellen weitergeben zu können.

Gütersloh geht bereits sehr konsequent den Weg der Digitalisierung der Schulen, der Teil der städtischen Offensive „Digitaler Aufbruch Gütersloh“ ist. Die Grundschulen sind bereits mit Tablets ausgestattet, die flächendeckende Ausstattung der weiterführenden Schulen wird sukzessive umgesetzt, das Lehrpersonal wird entsprechend fortgebildet. Um die Voraussetzungen zu schaffen, werden alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen. Doch die Planungen gehen natürlich schon wesentlich weiter – über den Ausbau von WLAN-Netzen innerhalb der Schulen und den Aufbau von Schul-Clouds bin hin zur Ausstattung der Klassenräume mit entsprechenden Anzeigegeräten wie interaktiven Tafeln. Schulz und Martensmeier gaben den Abgeordneten daher vor allem den Wunsch mit auf den Weg, dass möglichst zeitnah geklärt werde, was im Rahmen des Digitalpaktes konkret förderfähig sein wird, um dann die eigene Planung darauf abstimmen zu können. Ein möglichst bürokratiearmes Verfahren und ein langer Förderzeitraum, in dem viel umgesetzt werden kann, sind ihnen ebenfalls wichtige Anliegen.



24.09.2018, 08:29 Uhr


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