Familienzentren: Wissenschaftliche Unterstützung aus Münster

Kreisdirektor Christian Jung, Referentin Dr. Sabine Wagenblass vom LWL-Landesjugendamt und Elisabeth Buschsieweke, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises
Kreisdirektor Christian Jung, Referentin Dr. Sabine Wagenblass vom LWL-Landesjugendamt und Elisabeth Buschsieweke, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises
Die Familienzentren im Kreis Gütersloh erhalten wissenschaftliche Unterstützung von der Fachhochschule Münster. Im Zuge einer Evaluation wird die Arbeit der Familienzentren im Laufe des nächsten Jahres untersucht. Dazu haben sich im Kreishaus Gütersloh die Vertreter von Verwaltung und Familienzentren mit den wissenschaftlichen Leitern des Projektes und den Projektteams getroffen, die für die einzelnen Familienzentren zuständig sind. Eingebunden ist die Untersuchung in ein Lehrforschungsprojekt des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Münster.

Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, wie die Familienzentren in der Bevölkerung akzeptiert werden. Die Kernfragen lauten: Wie werden die Familienzentren angenommen? Wer nutzt sie? Wie oft und aus welchem Grund werden sie in Anspruch genommen? Welche Wirkungen entfalten die Familienzentren zum Beispiel auf die Wahrnehmung eines Ortes als familienfreundlich? Wie zufrieden sind die Bürger mit ihren Familienzentren? Antworten auf diese Fragen sollen mit Hilfe von Fragebögen und Interviews gefunden werden. Die Erhebungen laufen seit November und enden im April 2007. Insgesamt sind neun Teams für die Datenerhebung in den Städten und Gemeinden im Kreis Gütersloh unterwegs. Ortsbezogene Projektberichte werden im Juni des nächsten Jahres vorliegen. Der Abschlussbericht soll im Dezember 2007 fertig sein, wenn das Projekt endet.

Die wissenschaftliche Untersuchung ist eine wichtige Entscheidungshilfe für die richtige Implementierung des Angebotes der Familienzentren. Denn trotz eines ausdifferenzierten Angebotes in der Jugendhilfe erreichen die Hilfen häufig nur schwer Familien mit Kleinkindern, vor allem, wenn ein Migrationshintergrund besteht und bei besonderen Belastungen wie Armut oder Arbeitslosigkeit. Die gezielte frühzeitige Hilfe für Eltern und Kinder ist aber zwingend notwendig, um der Verfestigung von Problemen möglichst früh entgegenwirken zu können. Daher sollen die Familienzentren mit ihrem niederschwelligen Angebot ihre Hilfe mit der Geburt von Kindern ansetzen und so im Alltag der Familien verankert sein.

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