Die Zukunft heißt Internetradio und Handyfernsehen

Stellten modernste Technik im CDU-Kreisvorstand vor: Landtagsabgeordneter Dr. Michael Brinkmeier (rechts) und Medien-Mitarbeiter Daniel Eiber.
Stellten modernste Technik im CDU-Kreisvorstand vor: Landtagsabgeordneter Dr. Michael Brinkmeier (rechts) und Medien-Mitarbeiter Daniel Eiber.
"Eins ist klar: Noch nie haben die Medien unser Leben so stark beeinflusst wie heute und noch nie hat sich die Medienlandschaft so schnell verändert wie zurzeit." – Mit dieser Feststellung hat der Landtagsabgeordnete Dr. Michael Brinkmeier im CDU-Kreisvorstand seinen Vortrag zum Thema "Zukunft der Medien" begonnen. Zu der Veranstaltung im Rahmen des "Projektes 2020 – wie soll unser Kreis in 15 Jahren aussehen?", hatte Brinkmeier eine Menge spannende und futuristische Technik mitgebracht, darunter ein Internetradio und ein Handy, mit dem man Fernsehen empfangen kann.

Brinkmeier, der Sprecher im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie im Düsseldorfer Landtag ist, kündigte für die Zukunft den Siegeszug des Internetradios an. Europaweit hat das neue Medium bereits 20 Millionen Hörer pro Woche. Dem stehen allerdings alleine in Deutschland noch 250 Millionen analoge Radiogeräte gegenüber. Über das Angebot des Inernetradios können sich Interessierte auf der Internetseite www.sky.fm informieren und über den PC Radio hören. "Durch die neuen Techniken wird sich auch das klassische Sender-Empfänger-Verhältnis ändern", so Brinkmeier. "Das "Podcasting" zum Beispiel ist ein zeitunabhängiges Verfahren, mit dem man selbst Sendungen aufzeichnen und sie im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann, wo sie jederzeit abgerufen werden können."

Die Sendervielfalt und die privaten Angebote haben laut Brinkmeier beträchtliche Auswirkungen für die Werbewirtschaft und das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender: Da die Segmentierung immer weiter fortschreiten wird, wird sich der Werbekuchen auf immer mehr Anbieter verteilen. Die Veränderungen haben auch unmittelbare Auswirkungen vor Ort. So werden die Fördergelder für private Sendungen im Lokalfunk in Zukunft für den Funk in der Schule zur Verfügung gestellt. "Das ist notwendig, um die Medienkompetenz der jungen Leute zu stärken, denn die neue Vielfalt stellt höhere Anforderungen an den richtigen Umgang mit dem Medienangebot als früher", sagt Brinkmeier.

Zur Befürchtung, die Ausbreitung der neuen Medien könnte die sozialen Kontakte verringern, gibt der Landtagsabgeordnete zu bedenken, dass den Zuhörern und Zuschauern von Radio und Fernsehen bisher nur die Rezeption möglich war. Die Mitgestaltung durch Radio- oder Videopodcasts werde die soziale Kompetenz der Bevölkerung wahrscheinlich sogar steigern. Dazu trage auch das neue "Web 2.0", das Internet mit erheblich mehr interaktiven Möglichkeiten bei, das zum Beispiel die Kommunikation über "Blogs" (Internettagebücher) gestattet.

Als weitere Neuerungen stellte Brinkmeier das Handyfernsehen vor, das bereits in einigen Städten möglich ist ("Mobile Fernsehen Deutschland GmbH", Infos unter www.mfd.tv) und die Verbreitung von Einheitsgeräten für Handy, Fernsehempfang, Kalender-, Bezahl- und Scannerfunktionen.

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