CDU-Kreistagsfraktion entscheidet sich für Optionsmodell

Kommunale Betreuung Langzeitarbeitsloser

Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich in ihrer Sondersitzung am Samstag mit großer Mehrheit für das Optionsmodell zur Betreuung Langzeitarbeitsloser entschieden. Das bedeutet, dass nach dem Willen der CDU langzeitarbeitslose Menschen im Kreis Gütersloh zukünftig nicht mehr von der Bundesagentur für Arbeit in Bielefeld, sondern eigenverantwortlich und selbstständig durch den Kreis betreut werden sollen. „Wir sind davon überzeugt, dass dies die beste Lösung für die Menschen im Kreis Gütersloh ist“, erklärt Dr. Heinrich Josef Sökeland, Vorsitzender der CDU-Kreistags­fraktion.

„Wenn wir diese Aufgabe eigenverantwortlich vor Ort mit unserer kommunalen Gestaltungsmöglichkeit wahrnehmen, dann ist das ein großer Vorteil. Darüber hinaus ermöglicht die Option eine einheitliche Personalführung. Auch die Entscheidungen über Struktur und Organisation liegen in einer Hand. Dennoch hat sich die CDU-Frak­tion die Entscheidung nicht leicht gemacht. Bedenken bestanden vor allem hinsichtlich des finanziellen Risikos. Die Option stellt aber kein relevant höheres Risiko dar, als die gemeinsame Einrichtung zusammen mit der Bundesagentur.“
 
In der Sitzung am Samstag hatte sich auch Landrat Sven-Georg Adenauer dafür aus­gesprochen, den Antrag auf die Option zu stellen. „Wir freuen uns sehr, nun gemein­sam mit dem Landrat und der Verwaltung an einem Strick zu ziehen, um die Gestal­tung der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in diesem Bereich selbst in die Hand zu neh­men“, so Sökeland. „Der Antrag auf die Option ist die einmalige Chance, im Kreis Gütersloh kommunale Sozialpolitik aus einem Guss zu machen. Wir treten dabei ent­schieden für eine möglichst dezentrale Struktur ein. Eine Entscheidung über die Standorte ist derzeit noch nicht gefallen, eine Konzentration auf lediglich drei lehnen wir jedoch ab.“

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