Bundestag debattiert Präimplantationsdiagnostik (PID

Brinkhaus unterstützt Gesetzentwurf für komplettes Verbot

Der direkt gewählte Gütersloher CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus spricht sich für ein vollständiges Verbot der so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) aus. Es geht um die Durchführung von Gentests an künstlich erzeugten Embryonen. Gleich drei fraktionsübergreifende Gesetzentwürfe liegen den Abgeordneten des Deutschen Bundestages vor, die am Donnerstag in erster Lesung über das Thema debattierten.

Brinkhaus: „Ich habe großes Verständnis für das Leid betroffener Eltern. Gleichzeitig ist es meine feste Überzeugung, dass niemand das Recht hat, darüber zu entscheiden, welches Leben lebenswert ist und welches nicht. Wenn wir die PID legalisieren, dann erlauben wir damit die Selektion menschlichen Lebens allein aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung.“

Es bestehe darüber hinaus die Gefahr, dass nicht nur Embryonen aussortiert, sondern auch gezielt bestimmte Embryonen eingepflanzt werden. „Von da ist es dann auch kein weiter Weg mehr zur Auswahl des Geschlechts oder anderer Eigenschaften“, warnt Brinkhaus. „Einer solchen Entwicklung dürfen wir nie Tür und Tor öffnen.“

Eine Zulassung in Ausnahmefällen, wie ein weiterer Gesetzentwurf sie fordert, sei nicht praktikabel und würde das Problem nicht lösen: „Wer soll denn die Liste der Ausnahmefälle erstellen? Wer darf sie ergänzen? Wer kontrolliert im Einzelfall?“, wirft Brinkhaus zahlreiche Fragen auf.

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