Gespräch über Pflegereform in der ZAB

: Ralph Brinkhaus MdB, Jens Spahn MdB, Andreas Westerfellhaus bei der Besichtigung der Ausbildungsräume der ZAB
: Ralph Brinkhaus MdB, Jens Spahn MdB, Andreas Westerfellhaus bei der Besichtigung der Ausbildungsräume der ZAB

In Pflegeeinrichtungen, Seniorenheimen und Krankenhäusern werden die Fachkräfte knapp. Dabei sind die Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich Zukunftsberufe, die hohe Beschäftigungschancen versprechen.

Darüber sprach jetzt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. und Geschäftsführer der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH (ZAB) in Gütersloh, mit Jens Spahn MdB, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Er war auf Einladung des direkt gewählten heimischen CDU-Abgeordneten Ralph Brinkhaus zu Gast in der ZAB. Schwerpunkte des Gesprächs waren Ausbildung, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Fachkräftemangel und die Entbürokratisierung. 

„Aufgabe der Politik ist es, sowohl die Rahmenbedingungen für die Angehörigen der Pflegeberufe als auch die Ausbildung so zu verbessern, dass sie attraktiv für junge Menschen werden“, mahnte Westerfellhaus. Derzeit gäbe es drei Ausbildungsgänge Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Kinderpflege. Sinnvoll und notwendig sei die Zusammenführung dieser Ausbildungsgänge. Nicht nur, um den Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildungsgänge mehr berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Nötig sei dies auch, weil zum Beispiel ältere Menschen sowohl im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen, in ambulanten Diensten oder in neuen Wohnformen gepflegt würden, so Westerfellhaus.

Eine Forderung, der Jens Spahn angesichts des wachsenden Aufgabenspektrums im Pflegebereich nur zustimmen konnte: „Verlässliche Versorgung für Patienten und Pflegebedürftige ist nur durch qualifiziertes Fachpersonal sicher zu stellen. Der Qualifikationsdruck für die Beschäftigten wird steigen und die Nachfrage nach Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.“ Zum Thema Bürokratieabbau in der Pflege kündigte er an, dass ein Ombudsmann berufen werde, der als Ansprechpartner für alle Beteiligten die Pflege-Reform begleiteten werde.

„Für die Reform der Pflegeversicherung es uns wichtig, konkrete Anregungen aus der Praxis zu bekommen“, sagte Spahn abschließend und sicherte Andreas Westerfellhaus seine Unterstützung zu.  

Das Bundesministerium für Gesundheit erarbeitet zurzeit die Grundlagen für eine Pflegereform. Die Eckpunkte werden im Sommer vorgelegt. Das Gesetz soll 2012 in Kraft treten.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben