Die Energiewende und ihre Konsequenzen

Die Energiewende ist beschlossen. Aber wie geht es nun weiter? Darüber informierte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus MdB jetzt in der Stadthalle in Gütersloh und verwies zugleich auf das neue Forum "Umwelt" des CDU-Kreisverbands am 14. Juli 2011.

Die Reaktorkatastrophe in Japan hat zu einem Umdenken geführt und den vollständigen Atomausstieg bis spätestens Ende 2022 besiegelt. Die dadurch entstehende Lücke in der Stromversorgung soll durch Erneuerbare Energien geschlossen werden.Das sind neben Wind- und Sonnenenergie Wasserkraft und Geothermie. Dazu kommen unter anderem Biogas, Bioethanol und Holz auf Basis nachwachsender Rohstoffe. In einer Übergangszeit wird Strom auch mit fossilen Energieträgern in Gas- oder Kohlekraftwerken erzeugt. Derzeit stammen 17 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien,  der Anteil soll bis 2050 auf  80 % steigen.

Die Umstellung der Energieversorgung wird eine Herkulesaufgabe, prophezeite Ralph Brinkhaus. Zentrale Bedeutung hat dabei die  Frage nach der Versorgungssicherheit. Bei Wind- und Solarenergie ist naturgemäß keine kontinuierliche Nutzung möglich. Notwendig ist darum ein Verbund mit weiteren Energiequellen und Energiespeichern. Brinkhaus gab zu bedenken, dass die Stromnetze noch nicht auf Erneuerbare Energien ausgelegt seien. Eine neue Energieversorgung brauche aber auch eine neue Energieinfrastruktur. Die Meinungen über den Umfang des Ausbaus gehen allerdings weit auseinander. Hinzu kommt, dass der Bau neuer Stromtrassen zurzeit noch oft auf den Widerstand der Bevölkerung stößt.

„Mit der jetzt eingeleiteten Energiewende begeben wir uns auf neues Terrain. Deutschland übernimmt die schwierige Rolle als "Pionier" “, sagte Brinkhaus. Doch er ist sich sicher, dass Deutschland die Energiewende bewältigen wird und zitiert dabei den ehemaligen Umweltminister und Vorsitzenden der neuen Ethikkommission, Klaus Töpfer: „Wenn es einer schafft, dann die Deutschen“.

Die lebhafte Diskussion am Schluss zeigte, wie groß das Interesse am Thema ist. Der CDU-Kreisverband  hat deshalb das Forum "Umwelt" eingerichtet. Hier sollen Themen identifiziert, fachlich aufgearbeitet und konkrete Vorschläge erarbeitet werden. Zum ersten Treffen des Forums am Donnerstag, 14. Juli um 18 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle, Moltkestr. 56, Gütersloh, lädt der CDU-Kreisverband herzlich ein und bittet um Anmeldungen bei der Kreisgeschäftsstelle.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben