Verkehrsinfrastruktur und Energiepolitik sind die großen Zukunftsthemen

Sommer-Pressegespräch von CDU und FDP

Wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen (v.l.): FDP-Fraktionsvorsitzender Michael zur Heiden, CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hein­rich Josef Sökeland und dessen Stellvertreter Helmut Feldmann.
Wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen (v.l.): FDP-Fraktionsvorsitzender Michael zur Heiden, CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hein­rich Josef Sökeland und dessen Stellvertreter Helmut Feldmann.
Beim Sommer-Pressegespräch der Kreistagsfraktionen von CDU und FDP haben die beiden Vorsitzenden Dr. Heinrich Josef Sökeland und Michael zur Heiden Bilanz des zurückliegen­den Jahres gezogen und in die Zukunft geblickt. Eines der großen Themen ist auch im Kreis Gütersloh die Energiepolitik. „Unser Ziel ist, den Kreis Gütersloh bis zum Jahr 2050 energie­autark zu machen“, sagt Sökeland. „Bei der Windkraftnutzung haben wir im Kreistag die Weichen für die Standortbestimmung in den Städten und Gemeinden gestellt. Das Ergebnis davon wird am Mittwoch in einer Informationsveranstaltung im Kreishaus vorgestellt.“ Stolz sind die beiden Fraktionschefs auch auf die Fortschritte bei Photovoltaikanlagen und beim Biogas. „Außerdem sind die kreiseigenen Gebäude inzwischen fast alle saniert und energietechnisch auf dem neuesten Stand“, so zur Heiden.

Auch wenn die Mittelzuweisung beim Lückenschluss der Autobahn 33 derzeit ins Stocken geraten ist, sehen CDU und FDP Erfolge ihrer Arbeit. „Durch unseren Prüfantrag an die Kreisverwaltung für alternative Finanzierungen des Lückenschlusses, haben wir die Diskus­sion um die Vorfinanzierung in Gang gebracht“, erklärt Sökeland. Eine Idee, die für die beiden Vorsitzenden nach wie vor aktuell ist. „Die Vorfinanzierung zum jetzigen Zeitpunkt käme den Steuerzahler billiger zu stehen, als eine Bauverzögerung mit der Hinnahme steigender Preise.“

Auch bei den Flughäfen Paderborn und Gütersloh bleiben CDU und FDP ihrer Linie treu. Der Rückgang des Flugverkehrs in Paderborn um 15 Prozent bereitet Sökeland und zur Heiden Sorgen. „Wir werden genau im Auge behalten, wie sich die Situation entwickelt, wenn der neue Flughafen Kassel-Calden eröffnet ist“, sagt zur Heiden. Eines steht für die beiden Fraktionsvorsitzenden aber fest: „Solange der Flughafen Paderborn nicht wirtschaftlich stabil arbeitet, muss die Option für einen Geschäftsflughafen in Gütersloh erhalten bleiben“, so Sökeland.

Als Erfolg sehen Sökeland und zur Heiden auch die Entscheidung für die Option, also die alleinige Betreuung von Langzeitarbeitslosen durch den Kreis Gütersloh. „Die großen Hürden des Personalübergangs und der EDV-Umstellung sind gut gemeistert worden“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Und auch die Raumsituation ist zu guten Konditionen geregelt worden. Wir haben den Kostenplan hier absolut eingehalten.“ Ein weiterer Erfolg: Wie versprochen sind keine zusätzlichen kommunalen Gelder in Anspruch genommen worden. Bei den Zielen für das erste Jahr sei man an mancher Stelle vielleicht etwas ehrgeizig gewesen, im landesweiten Vergleich liege man aber immerhin ganz vorn, so zur Heiden.

Noch Planungsbedarf sehen CDU und FDP für eine zukunftsfähige Schullandschaft im Kreis. Aufgrund der demographischen Entwicklung könne in Zukunft nicht mehr jede Stadt alle Schulformen vorhalten. „Vor allem im Norden, wo der Kreis mit der Gesamtschule Borgholz­hausen/Werther und dem Kreisgymnasium Halle als Schulträger auftritt, sind wir gefordert“, sagt Sökeland. Die CDU-Kreistagfraktion hat auf die Problematik bereits reagiert: Sie veranstaltet am 19. September in Halle am Kreisgymnasium eine offene Fraktionssitzung zum Thema Schullandschaft.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben