CDU-Regionalkonferenz: "Werte müssen unser Fundament bleiben"

Die Gütersloher Delegation mit dem Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke (v.l.):  Karl-Heinz Diederichs, Annegret Jürgenliemke, Hans Schäfer, Lis Fockenbrock, Ludger Kaup, Minister Oliver Wittke und Hubert Kleinemeier.
Die Gütersloher Delegation mit dem Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke (v.l.): Karl-Heinz Diederichs, Annegret Jürgenliemke, Hans Schäfer, Lis Fockenbrock, Ludger Kaup, Minister Oliver Wittke und Hubert Kleinemeier.
Bei der Regionalkonferenz der CDU in Düsseldorf war der Kreisverband Gütersloh mit einer siebenköpfigen Delegation vertreten. Sie setzte sich aus Mitgliedern der CDU-Wertekommission im Kreis zusammen. Die Regionalkonferenzen bilden den Auftakt für die Diskussion über das neue Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands und dienen dazu, die Parteibasis an der Debatte zu beteiligen. Unter dem Motto "Neue Gerechtigkeit durch mehr Freiheit" geht es um die Rolle der Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität im 21. Jahrhundert.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers betonte, dass die gesellschaftlichen Werte die Grundlage der christlich-demokratischen Politik bleiben müssen. "Die Soziale Marktwirtschaft muss ihr menschliches Ansehen behalten. Auch Fragen jenseits von Angebot und Nachfrage dürfen wir nicht aus den Augen verlieren", erklärte Rüttgers vor über 2.000 Parteifreunden aus ganz Nordrhein-Westfalen. Angela Merkel machte den Grundsatz der bevorstehenden Wertediskussion klar: "Wir wollen das bewahren, was sich bewährt hat und das verändern, was uns heute bedrückt", so die Bundeskanzlerin. Der Anspruch der CDU ist es, die Volkspartei der Mitte zu bleiben. Sie will eine Union aller gesellschaftlichen Gruppen sein. Dazu ist der Handlungswille der Politik notwendig, auch in einer globalisierten Welt eine soziale Marktwirtschaft zu gestalten.

Nach der Regionalkonferenz wird sich auch die Wertekommission im Kreis Gütersloh unter ihrem Vorsitzenden Hans Schäfer ab Juni in mehreren Sitzungen mit den Leitfragen zum Grundsatzprogramm beschäftigen. Dabei werden Antworten auf zentrale Fragen gesucht: Was ist die Identität der Christlichen Demokratie? Wie ermöglicht die CDU die freie Entfaltung der Person und den Zusammenhalt der Gesellschaft? Wie können die Herausforderungen der demographischen Entwicklung gemeistert werden? Wie kann Familien geholfen werden, Basis der Gesellschaft zu sein? Wie soll die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfest gemacht werden und wie kann der freiheitliche Staat Sicherheit garantieren? Wie kann die Schöpfung bewahrt werden? Was sind Deutschlands Interessen und was ist Deutschlands Verantwortung?

Bis Ostern 2007 sollen die Eckpunkte für das Grundsatzprogramm feststehen. Nach einem halben Jahr Zeit der Diskussion soll das Programm auf dem Bundesparteitag Ende 2007 verabschiedet werden. Bei der Aussprache auf der Regionalkonferenz wurden die ersten Beiträge eingebracht. Sie bezogen sich vor allem auf die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern, die Anerkennung der Erziehungsleistung von Frauen und die Rolle der Familie bei der Vermittlung von Werten.

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